kreuz3Aus der Begrüßung

Ein nackter Baumstamm in zwei Teile zersägt und zu einem Kreuz zusammengebunden. Alle Äste sind abgeschlagen. An dem Stamm ist kein Grün, kein Zeichen des Lebens mehr sichtbar.
Es ist nicht irgendein Baumstamm. Es ist der Baumstamm unseres Weihnachtsbaumes. Der Stamm des Baumes, der für uns am vergangenen Weihnachtsfest das Symbol der Hoffnung, des Friedens, ja des für uns neuerschlossenen Paradieses war!
Dieser Baum ist heute zum Kreuz zusammengebunden. Das Kreuz, ein Hinrichtungsinstrument. Das Hinrichtungsinstrument, an dem Jesus gelitten und gestorben ist. An sein Leiden und sein Sterben denken wir heute im Gottesdienst. An seine Wunden und an seine Schmerzen.

 



Aus dem Gebet

Jesus, wir schauen auf das Kreuz. Sein Holz war einst der Stamm eines grünen Baumes. Ein Baum, der selbst im Winter grünt!
Jetzt sind alle Äste abgeschlagen. Er ist zusammengebunden zum Symbol des Todes und der Folter.
Die Hoffnung, die einst in dem Baum steckte, scheint verloren. Der Frieden, der von ihm ausging, hat sich in Schrecken verwandelt.
Woran soll sich unser Glaube festmachen angesichts von so viel Schrecken?
Auf was sollen wir vertrauen angesichts von so viel Grausamkeit?
Jesus, mache du uns neu, mitten in unserer Dunkelheit.