Eine lange und gute Tradition hat die Ökumenische Bibelwoche in St. Georgen. Eröffnet wurde die Bibelwoche 2013 in den Gemeindegottesdiensten am Sonntag. Dann trafen sich vom 18. – 22. Feb. Menschen aus den verschiedenen christlichen Gemeinden im Ökumenischen Zentrum, um auf Gottes Wort zu hören und miteinander ins Gespräch zu kommen. Zwischen 25 und 40 Leute besuchten die einzelnen Abende. Geleitet wurden die Abende von den Hauptamtlichen aus den Gemeinden.

Mit dabei waren: die evangelischen Gemeinden (Lorenz, Johannes, Petrus), die katholische St.Georg-Gemeinde, die evangelisch-methodistische Taborgemeinde und die freikirchliche Gemeinde Eben-Ezer. Abschluss war wiederum am Sonntag (25.Feb.) in den Gemeindegottesdiensten mit Kanzeltausch.

Die Texte aus dem Markusevangelium stellten die Teilnehmer immer wieder vor die Frage: Wer ist Jesus?
Über Jesus geht der Himmel auf und Gott nennt ihn seinen geliebten Sohn. (Mk 1,1-15)
Jesus wirkt in der Vollmacht Gottes (Mk 2,1-12). Er vergibt Sünden und heilt.
Jesus hat keine Berührungsängste (Mk 7,31-37). Er geht auch in die heidnischen Gebiete und immer wieder zu den Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen, um ihnen Heil zu verkünden und zu bringen.

Dabei ist Jesus wie ein Sämann; so wie nicht jeder Same aufgeht, so wird auch die Botschaft Jesu nicht immer verstanden und fruchtbar für das Leben der Menschen. (Mk 4,3-20).
Jesus ist der Messias, der Retter (Mk 8,27-9,1), so bekennt es Petrus.
Aber ein Retter, der durch Leid und Tod geht.
Durch die Auferstehung Jesu ist Sünde und Tod überwunden, das erfahren die Frauen am österlichen Grab (Mk 16,1-8).

In kleinen Gruppen konnten die Teilnehmer ihren Glauben ins Gespräch bringen, ihr Vertrauen und ihren Zweifel. Das ist ein Ziel der Bibelwoche: Menschen, die das Wort Gottes hören und bedenken, über die Gemeindegrenzen zusammen zu bringen; und sie zu bestärken in ihrem Glauben an Jesus.

In diesem Miteinander ist es bereichernd, dass Christen aus unterschiedlich geprägten Gemeinden zusammen kommen. Und die entscheidende Frage ist nicht: Sind Sie katholisch oder evangelisch? sondern: Wer ist Jesus für uns?

Benedikt Müller, Pastoralreferent

Bericht im Schwarzwälder Boten